In der Welt von Ethereum gibt es keine Benutzernamen und Passwörter. Stattdessen kontrollierst du deine Coins mit zwei kryptografischen Schlüsseln: dem Private Key und dem Public Key. Wer diese versteht, versteht, wie Ethereum funktioniert.


Die Briefkasten-Analogie

Stell dir einen gläsernen Briefkasten vor: Jeder kann Briefe einwerfen (ETH an deine Adresse senden) und jeder kann sehen, wie viel drin liegt (Blockchain ist öffentlich). Aber nur du hast den Schlüssel, um den Briefkasten zu öffnen und Briefe herauszunehmen (ETH versenden). Dieser Schlüssel ist dein Private Key.


Private Key

Dein Private Key ist eine 256-Bit-Zahl — eine gigantische Zufallszahl. In hexadezimaler Schreibweise sieht er so aus: 64 Zeichen (0-9, a-f). Wer deinen Private Key kennt, hat die vollständige Kontrolle über deine Ethereum-Adresse und alle darauf befindlichen Assets.

Regeln für den Private Key: Speichere ihn niemals digital. Teile ihn mit niemandem. Gib ihn auf keiner Website ein. Kein seriöser Dienst wird ihn jemals abfragen.


Public Key

Der Public Key wird aus dem Private Key durch elliptische Kurven-Kryptografie (secp256k1) abgeleitet. Er ist 128 Hex-Zeichen lang. Aus dem Public Key wird wiederum deine Ethereum Adresse abgeleitet (die letzten 20 Bytes des Keccak-256-Hashes).

Wichtig: Vom Public Key oder der Adresse kann man nicht auf den Private Key zurückrechnen. Die Mathematik dahinter ist eine Einbahnstraße.


Die Kette: Private Key → Public Key → Adresse

Private Key (geheim) → Public Key (öffentlich) → Ethereum Adresse (öffentlich, gekürzt)

In der Praxis siehst du den Public Key selten direkt. Deine Wallet zeigt dir die Adresse — und den Private Key speichert sie sicher verschlüsselt. Zugriff auf beides hast du über die Seed Phrase.

Seed Phrase sicher aufbewahren


Besonderheit bei Ethereum: Signieren von Nachrichten

Anders als bei Bitcoin nutzt du deinen Private Key bei Ethereum nicht nur zum Senden von ETH, sondern auch zum Signieren von Nachrichten und Transaktionen für Smart Contracts. Wenn du eine dApp nutzt und MetaMask dich zum „Signieren" auffordert, verwendet es deinen Private Key — ohne ihn dabei preiszugeben.

Vorsicht: Manche bösartige dApps versuchen, dich zum Signieren von Transaktionen zu bringen, die deine Token stehlen. Lies immer, was du signierst.


Letzte Aktualisierung: Februar 2026.

🔐 Seed Phrase sichern

Der Private Key steckt in deiner Seed Phrase. So sicherst du sie richtig.

Methoden ansehen →